Chirurgenstahl besteht aus einer Eisenlegierung, die auch einen gewissen Nickelanteil enthält. Das Nickel ist allerdings an die anderen Metalle der Legierung gebunden. Nickelsalze gelangen dadurch nur dann in den Körper, wenn die Piercingstelle verwundet oder frisch gestochen ist. Alle in Europa verkauften Piercings die aus Chirurgenstahl bestehen müssen die EU- Richtlinien einhalten und dürfen Europaweit nur als Zweiteinsatz angeboten werden. Da Chirurgenstahl in der Regel eben geringe Mengen an Nickel aufweist ist er als Erst-Piercing ungeeignet. Außerdem wird Chirurgenstahl(316L) in der Medizin für Knochenfixierungsschrauben, Knochenplatten, Drähte, Klammern oder sogar für Herzschrittmacherelektroden verwendet.
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