Silber

Silber bei Piercingschmuck

 

Silber wurde das erste mal bereits 5. Jahrtausend v. Chr. gefunden und verarbeitet. Silber wurde meist von Ägyptern, Griechen, Römern und Goten getragen und benutzt. Damals war Silber noch wertvoller als Gold. In Lavrion, südlich von Athen stammt das meiste Silber her. Dort wurde in Minen das Silber abgebaut. Silbererzvorkommen gab es im Mittelalter auch im Harz, in Sachsen, in Böhmen und in der Slowakei. Da die Spanier große Mengen an Silber von Amerika nach Europa brachten, sank der Wert des Silbers beachtlich. Silber läuft immer mit der Zeit an. Dies läst sich nicht vermeiden und ist unumgänglich, selbst wenn es nicht in Gebrauch ist. Es bilden sich nach geraumer Zeit schwarze oder bräunliche flecken, dies nennt man Anlaufen. Der Grund für das Anlaufen ist die besondere Empfindlichkeit der Silberoberfläche gegenüber schwefelhaltigen Gasen, die in der Umwelt (z.B. Luft) vorkommen. Selbst bei Raumtemperatur kommt eine Reaktion zwischen Schwefelwasserstoff und Silber vor. Dabei wird Silbersulfid gebildet und es entstehen dunkle Flecken auf dem Silber, das sog. Anlaufen. Silberschmuck sollte in einer verschließbaren Tüte oder in Alufolie aufbewahrt werden. Um den Schmuck zu Reinigen sollte man sich im Fachhandel spezielle Silberreinigungstücher besorgen. Um angelaufene Stellen am Schmuck zu Reinigen sollte man auf spezielle Reinigungspasten zurückgreifen, diese sollten nur besonderer Vorsicht angewendet werden. Da diese Reiniger meist ätzend sind sollte man nur mit Handschuhen arbeiten.

Da Silber oft Auslöser für Nickelallergien ist, wird es immer seltener als Piercing-Material verwendet. Häufiger wird es wegen seiner guten Bearbeitungseigenschaften nur im zur Verziehrung angebrachten Schmuckteil des Piercings verwendet. Ein Silberpiercing sollte nur an völlig verheilten Piercingstellen eingesetzt werden. Körpersekrete können zu einer Oxidierung führen.

 





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